ID #1035

Warum wird bei der Erfassung der Schüler-Lösungen nur zwischen “richtig” und “falsch” unterschieden bzw. warum dürfen Lösungen nicht als “teilweise richtig” bewertet werden?

Die Aufgaben einer Lernstandserhebung sind in der Regel in mehrere Teile untergliedert. Die jeweilig kleinste Einzelaufgabe, das so genannte “Item”, ist auch die kleinste Messeinheit. Dieses Item testet möglichst eindeutig nur eine Kompetenz ab. 

Zwischenstufen wie “teilweise richtig” und damit auch Mehrfach-Bepunktung mit Abzügen kann es aus testtheoretischen Gründen nicht geben. Bei der Erfassung eines Items ist nur die vorher definierte Kompetenz zu berücksichtigen, selbst dann, wenn die Schülerantwort Hinweise auf weitere Kompetenzen enthält.

Beispiel:
Eine Aufgabe würde bei richtiger Lösung mit 3 Punkten gewertet. Von einem Schüler, der drei Punkte erreicht hat, weiß man also, dass er alles richtig gemacht hat. Was weiß man aber von einem Schüler, der zwei Punkte erhalten hat? Und ist diese Leistung identisch mit der Leistung eines anderen Schülers, der auch zwei Punkte erhalten hat? Dies kann nur dann beantwortet werden, wenn der Aufgabenkonstrukteur angegeben hat, wann wie viele Punkte abzuziehen sind.

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Letzte Änderung der FAQ: 25-06-2015 12:12
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